Christkönigsfest

Letzter Sonntag im Kirchenjahr
Sonntag vor dem 1. Adventsonntag

  

Christkoenig

Im Jahre 1940 wurde in Amerika ein Film mit Charlie Chaplin unter dem Titel: „Der Diktator“ gedreht. Der Darsteller des Diktators trug die Züge Adolf Hitlers. In einer Filmszene steht Charlie Chaplin gedankenverloren vor einem großen Globus.  Er fühlt sich als der Herr der Welt. Er nimmt den Globus aus der Halterung und begann mit ihm zu spielen … bis die Weltkugel seinen Händen entgleitet, zu Boden fällt und in 1000 Stücke zerspringt.
Ein Bild für die Verblendung und die Maßlosigkeit durch Macht.

 

Mitten in die chaotische Zeit im Jahre 1925, zwischen den Weltkriegen, hat Papst Pius XI. das Christkönigfest  eingeführt. Der Papst wollte zum Ausdruck bringen, das wirksamste Mittel gegen die zerstörerische Kräfte der Zeit, und vorausahnend wohl auch gegen die damaligen Machthaber, sei die Anerkennung der Königsherrschaft Christi. Deren Früchte sind: gerechte Freiheit, Ordnung, Ruhe, Eintracht und Friede.

 

Die Kunst stellt oft Christus auf einem Thron sitzend, die Königskrone auf seinem Haupt tragend und die Weltkugel in der Hand haltend dar.

 

Ein Blick auf die Bibel stellt den Zerrbildern der Macht ein anderes Bild von Macht gegenüber. Der wehrlose Jesus bekennt vor dem mächtigen Pilatus: Ja ich bin ein König.

 

Im Königtum Jesu dürfen wir vor allem das Dienen und seinen Einsatz für die Armen, Kranken, Hilflosen sehen. Was ihr einem meiner geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan. Jesus spricht diese Worte als Herrscher, König und Weltenrichter – nachzulesen im Evangelium nach Matthäus, 25. Kapitel

 
Dekan Augustin Ortner